www.sg1885.rohrsheim.de

Schützengesellschaft 1885 zu Rohrsheim e.V.

gegründet am 15.Mai 2008

Am 15.05.2008 gründete sich die  Schützengesellschaft 1885 Rohrsheim e.V.

Vorsitzender und Ansprechpartner ist:

Thomas Vollmer

Die Rohrsheimer Schützengesellschaft hat sich auf Basis der 1885 gegründeten Schützengesellschaft neu formiert.

 

 

Dies hat mit Unterstützung des Schützenvereins Hessen e.V. stattgefunden. 
Der Verein besteht zur Zeit aus 58 Mitgliedern, 2009 haben wir den Verein mit 11 Mitgliedern gegündet. Interessenten können sich unter oben genannter Adresse melden.


Ein erstes Schießen wurde am  17.01.2009 durchgeführt. Dieses erste Schießen soll sich als Neujahrs schießen etablieren. Gewehre wurden von den Vereinsmitgliedern gestellt und geschossen wurde mit Kleinkaliber Gewehren.

 

In der Gesellschaft finden sich erfolgreiche Mitglieder, die mit Vorderlader Gewehr und Pistole, Großkalibergewehr und Pistole erfolgreich an Wettkämpfen teilgenommen haben. Im Jahr April 2012 wurde die ehemalige Gaststätte "deutsches Haus" vom Verein erworben und wird seit dem stetig moderisiert/saniert. Im Jahr 2015 konnte auch unsere Jugendabteilung.

 


 Aus der Geschichte und aus Überlieferungen:

In dem blauen Buch "Aus alter und neuer Zeit" vom Dorfe Rohrsheim geschrieben von Hermann Clajus folgenden Auszug:

"Das herkömmliche Schützfest, Freischießen genannt, ging 1859 gänzlich ein, weil sich nur noch ein paar Arbeiten fanden, aus- und einzuziehen.

180 wollte man dies Volksfest neu einrichten und beschloß, einen Schützenverein ins Leben zu rufen, an dem nur Grundbesitzer teilnehmen sollten. Auch übernahm die Gemeindekasse die Kosten für ein zu erbauendes Schützenhaus auf dem Gänseanger. Dasselbe besteht aus einem Tanzsaal, einem Vorraum für Nichttänzer und einen Anbau zum Schießen.

Durch die Ausschlißeung der Nichtgrundbesitzer wurden diese gewissermaßen gereizt auch einen Schützenverein zu bilden, und es traten diesem wohl zehnmal soviel Personen bei, als früher zum Freischießen, bei dem sich hätte jeder beteiligen können. 15 Jahre hielten beide Gesellschaften ihre Feste nacheinander ab, jede drei Tage, nämlich zwei Sonntage und einen Montag. Nachdem jedoch 1874 der Amtsrat Wahnschaffe Amtsvorsteher geworden war, waren ihm sechs solcher Festtage zu viel, und er verweigerte daher die Erlaubnis zu gesonderten Abhalten beider Feste. Weil hierbei aber voraussichtlich Unzuträglichkeiten wegen Benutzung des Schützenhauses zu erwarten waren, so löste sich das sog. Große Freischießen, d.h. die Schützengesellschaft der Besitzender für längerer Zeit auf, so daß vorderhand nur das sog. kleine Freischißenen regelmäßig weiter geführt wurde. Nachdem der Gegensatz, der, wie bemerkt, letzteres ins Leben gerufen hatte, nunmehr nicht mehr reizt, nahm auch die Beteiligung hieran wieder allmählich ab. Doch besteht es noch jetzt. In neuester Zeit wurde auch das erstere wieder gehalten.

Mit dem nach 1866 abgehaltenen Kriegerfeste hatten die Freischießen ihre Wichtigkeit verloren, denn diese hatten doch einen mehr patriotischen Hintergrund, als bloße Vergnügungssucht.

Im Winter 1877/87 wurde - wiederrum von den Wohlhabende - ein Klub gegründet, bei dem die Aufnahme von einer geheimen Abstimmung bei einem erheblichen Eintrittsgelde abhängig war.

Als Vereinslokal wählte man das Deutsche Haus.

Nicht lange danach bildete sich ein zweiter Familienklub, dem vorzugsweise die Gewerbetreibenden angehörten. Dieser hielt seine gemütlichen Abende im Gasthof zum Schwarzen Adler ab. Bei beiden Gesellschaften unterschied man Familienabende und Herrenabende. Nur bei ersteren wird etwa von 9 Uhr ab nach Belieben getanzt, und zwar gewöhnlich nach Klavier und Geige, die von zwei Musiker aus Hessen oder Dardesheim gespielt werden."

"1899 bestanden: der Schützenverein I mit 98 Mitgliedern, der Schützenverein II mit 30 Mitgliedern."

1930: Bild der Schützengesellschaft I